REPARIER MIT MIR – Reparatur-Treff martini·erleben

Wir reparieren wieder – Elektrisches, Kleidung und Tüftler-Arbeiten!

Ausgenommen sind Smartphones, Computer, Tablets usw., TV-Geräte oder programmgesteuerte Haushaltsgeräte sowie Großgeräte wie Waschmaschinen! Um die Geräte reparieren zu können, bringen Sie bitte entsprechendes Zubehör (z.B. Betriebsanleitung, Netzteil, Leuchtmittel, Akkus etc.) mit.

Wir weisen darauf hin, dass mit der Teilnahme keine rechtsgeschäftliche Bindung eingegangen, d.h. kein Vertrag, abgeschlossen wird. Eintritt und Reparatur bzw. die ehrenamtliche Hilfestellung hierzu sind kostenfrei. Es geht um die im Interesse aller Beteiligten liegenden Hilfe zur Selbsthilfe. Bei allen Hilfeleistungen gilt ein stillschweigender Haftungsaus­schluss als vereinbart, ebenso für Schäden während dieser Veranstaltung.

Am Samstag, 15. Oktober 2022 von 14:00 – 17:00 Uhr im Saal von Eppe und Flut (ehem. Kulturhaus Eppendorf), Julius-Reincke-Stieg 13a, 20251 Hamburg

Bitte unterstützen Sie unser Rikscha-Projekt!

Wir fahren von April bis Oktober ehrenamtlich mobilitätseingeschränkte Menschen mit der E-Bike-Rikscha durch Eppendorf und Umgebung. Dafür möchten wir jetzt eine zweite Rikscha kaufen.

JETZT SPENDEN

Vereinskonto: Eppendorfer Soziokultur e.V.
Hamburger Sparkasse
IBAN DE79 2005 0550 1208 1104 27
BIC HASPDEHHXXX
Verwendungszweck: Rikscha

 

Neue akustische Querungshilfe an der Breitenfelder Straße

Wir haben einen weiteren Erfolg zu vermelden: Wir hatten die Politik darauf hingewiesen, dass an der Breitenfelder Straße eine akustische Querungshilfe fehlt. Besonders für Menschen mit Sehbehinderung war das ein großes Problem. Nun wurde die fehlende Signalanlage installiert, so dass die Straße sicher überquert werden kann. Wir bedanken uns erneut bei Wolfgang Hinsch, der sich durch den Kontakt zur SPD und dem Regionalauschuss für das Thema eingesetzt hat.

Inklusionsbeirat Hamburg-Nord: Wir haben´s geschafft

Nach unseren Bemühungen seit Ende 2019, im Bezirk Hamburg-Nord einen Inklusionsbeirat einzurichten, ist es nun geschafft: Am Mittwoch, den 11. Mai 2022 um 18:15 Uhr findet die Auftaktveranstaltung des Inklusionsbeirats Hamburg-Nord als öffentliche Sitzung für alle Interessierten in der Kunstklinik statt.

Ziel des Inklusionsbeirats ist die gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigung in der Gesellschaft. Wir vertreten aktiv Menschen mit unterschied­lich­en Behinderungen im Bezirk, damit deren Interessen in Diskussions- und Entscheidungsprozessen der kommunalen Gremien berücksichtigt werden.

Als Gesprächspartner der Bezirksversammlung und der Bezirks­verwaltung erarbeiten wir Empfehlungen. Wir geben Hilfestellung bei der Planung von Bauvorhaben, zu Belangen der sozialen Stadtentwicklung im Bezirk und sind Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen. Die Mitglieder des Beirates arbeiten ehrenamtlich, über­parteilich und überkonfessionell.

Am Montag, den 23. Mai 2022 um 17:30 Uhr wird die erste Arbeitssitzung des Inklusionsbeirats in der Kunstklinik ebenfalls als öffentliche Sitzung stattfinden.

Wanted: Piloten w/m

Für das bewegende Projekt „Rikscha Luise“ können wir noch mehr Pilot*innen gebrauchen!

Unser Aufruf auf der Plakatwand auf dem Marie-Jonas-Platz.

Wer Lust auf Radfahren hat und mehr über das Projekt erfahren möchte, meldet sich bitte bei  info@martinierleben.de oder telefonisch unter 780 50 40-40.

 

Grüner Daumen gesucht

Wer hat Lust, die kleine Grünanlage in unserem Quartier zu pflegen und zu hegen? 

Ihr Spende für eine zweite Senioren-Rikscha

Der sichtbare Erfolg unseres Rikscha-Projekts bestärkt uns, eine zweite Rikscha zu kaufen. Damit dieses Vorhaben gelingt, bitten wir um Ihre Unterstützung. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, hilft uns, unserem Ziel näher zu kommen. Die Rikscha-Ausfahrten beginnen sobald die Sonne sich öfter am Himmel zeigt und die Temperaturen wieder steigen. Wir starten spätestens im Mai und fahren bis in den Oktober hinein. Mit zwei Rikschas können wir dann noch mehr Ausfahrten für die vielen Bewohner*innen in den Eppendorfer Senioren- und Pflegeeinrichtungen anbieten. Unsere ehrenamtlichen Pilot*innen freuen sich schon auf die kommenden Ausfahrten.

Das bewegende Projekt „Rikscha Luise“ gewinnt an Fahrt!

Alles ins Rollen brachte die dänische Initiative „cycling without age“. Dieser ist es zu verdanken, dass wir vom Quartiersnetzwerk martini.erleben den zentralen Gedanken, mobil eingeschränkten Menschen im Alter wieder zu Mobilität und somit zu mehr Lebensqualität zu verhelfen, auch in Eppendorf praktisch umsetzen wollten.

Dazu starteten wir einen lokalen Spendenaufruf. Nach und nach konnten wir verschiedene Pflege- und Senioreneinrichtungen in Eppendorf, die Aktion Mensch das Bezirksamt Hamburg-Nord und weitere Spender an Bord holen, um eine elektrische Rikscha zu kaufen.

Die offizielle Taufe, Corona bedingt verschoben, fand am 2. Juli 2021 vor dem Carl-Ninck-Haus auf der Anscharhöhe statt. Die Rikscha erhielt nicht nur den Namen „Luise“, sondern auch den Segen von Pastor Veit Buttler und Pastor Uwe Onnen. Seitdem sorgt der Heilige Christophorus, in Form einer kleinen Plakette, bei jeder Fahrt für gute Fahrt.

Doch allein die geballte elektrische Power der Rikscha „Luise“ nutzt nichts ohne ehrenamtliche Fahrer*innen, die diese in Bewegung setzen. Wir suchten und fanden geeignete „Pilotinnen“ und „Piloten“, die mehrmals pro Monat ehrenamtlich mobil eingeschränkte Bewohner*innen der Einrichtungen auf aussichtsreiche Touren mitnehmen – zur Außenalster, zum Rathausmarkt, zur Elbe, ins Eppendorfer Moor, zur ehemaligen Arbeitsstätte oder zum ehemaligen Wohnort. Auch eine Begegnung inklusive Fotoschooting mit einem stadtbekannten Hamburger war schon dabei. Jede Ausfahrt ist anders.

Doch eins haben alle gemein: sie zaubern ein Lächeln auf die Gesichter der Fahrgäste.

 

Zwischenstopp & Verbesserungspotenzial

Nach knapp vier Monaten der Ausfahrten war es Zeit für eine Bestandsaufnahme. Wie machte sich die Rikscha in der Praxis über längere Zeit? Wir trafen uns mit allen Fahrer*innen, die uns von ihren Erfahrungen erzählten und uns die direkten Rückmeldungen der Fahrgäste gaben. Siehe da, es gab bei einigen Punkten Verbesserungsbedarf! Der Hauptkritikpunkt: die Bequemlichkeit. Der Fahrgastsitz der Rikscha war zwar für zwei Personen ausgelegt, jedoch zeigte sich im täglichen Gebrauch, dass es doch zu eng für zwei Personen ist. Was bei Ehepaaren oder Familienmitgliedern kein Problem war, war bei zwei sich unbekannten Personen schon eins. Außerdem nahmen die Fahrten mit zwei Personen zu, geschuldet der Tatsache, dass bei dementiell erkrankten Menschen immer eine betreuende Person mitfahren muss. Auch war das dieses Model nicht gefedert, was sich bei längerer Fahrt auf Hamburgs Schlaglochradwegen doch etwas unangenehm bemerkbar machte. Selbstverständlich hatten wir zusätzliche Decken an Bord. Aber das federte nicht alles ab, auch wenn die Pilot*innen ihre Fahrweise an die Fahrgäste anpassten. Ebenso empfand eine Mehrzahl der Fahrgäste den 3-Punkt Schultergurt als nicht sehr angenehm, da diese über beide Schultern und unten durch die Beine geführt wurde. Zum Abschluss sei noch die Fußhalterung erwähnt, die durch den Piloten oder die Pilotin beidarmig etwas umständlich durch ein Stecksystem in kniender Haltung heruntergelassen werden musste. Der Hauptpunkt „Bequemlichkeit“, neben einigen anderen Faktoren, veranlasste uns zu einem Modelwechsel, um den Anforderungen von Fahrgästen und auch Piloten*innen besser gerecht zu werden.

Der Wechsel erfolgte im September 2021. Zu einem gefederten Model, mit einer breiteren Fahrgastsitzfläche, so dass jetzt zwei Personen bequem nebeneinandersitzen können. Und für jeden Fahrgast gibt es jetzt einen einfach zu bedienenden Bauchgurt. Auch das Herablassen und Hochheben der Fußhalterung funktioniert jetzt bequem per Fußraste durch die Piloten*innen.

„Ein Sofa auf Rädern“, wie einer der ersten Fahrgäste bereits scherzte.

Und die Pilot*innen sind gleichermaßen von der neuen Rikscha begeistert.

Die Bewohner*innen dieser Einrichtungen bzw. Gemeindemitglieder gehen regelmäßig auf große Fahrt:

Pressemeldungen & Beiträge zu unserem Rikscha-Projekt:

Müll loswerden geht, rüberkommen nicht.

martini.erleben fordert akustische Signalanlagen für blinde Menschen und Menschen mit einer Sehbehinderung.

Barrierefreiheit ist in aller Munde, es gibt dazu Gesetze und Verordnungen. Wenn es aber konkret wird, muss man dicke Bretter bohren. Das erfährt gerade martini.erleben. Das Quartiersnetzwerk rund um die Martinistraße hatte schon im letzten Jahr beantragt, alle Ampel an Eppendorfers größter Kreuzung (Breitenfelderstraße/Lehnhartzstraße) mit „akustische Querungshilfen“ auszustatten. Das Optische Rot/Gelb/Grün alleine reicht nicht aus. Von zehn Ampeln haben vier schon ein Tonsignal, aber gerade der am stärksten genutzte Überweg hat das nicht. Wir haben der Bezirksversammlung dazu einen Brief geschrieben und der Regionalausschuss Eppendorfer/Winterhude hatte im letzten Oktober beschlossen, hier Abhilfe zu schaffen. Bei der zuständigen Fachbehörde ist das leider nicht angekommen, denn die hüllt sich seit Monaten in Schweigen. martini.erleben macht deshalb jetzt öffentlich Druck. Schreiben Sie uns, wenn auch Sie Probleme mit Fußgängerampeln haben.

Siehe auch Blog-Beitrag: https://martinierleben.de/akustische-querungshilfen-fuer-blinde-und-sehbehinderte-sind-noetig/

 

Gute Fahrt auf allen Wegen – Rikscha Luise dankt für den Segen

Es ist Freitag, der 02.07.2021. 12:39 Uhr. Dicke, fette Regentropfen klatschen vereinzelt auf meine Jackenärmel, als ich zur geplanten Rikscha-Taufe radle. „Himmel und Herrgott“, grummle ich, denn Corona bedingt wurde die Taufe der Rikscha Luise fast ein halbes Jahr verzögert. Doch als ich wenige Minuten später vor dem Carl-Ninck-Haus in der Anscharhöhe eintrudele, lacht Klara frech vor blauem Hintergrund. „Himmlisch!“, denke ich zufrieden, geht doch!

Zwischen dem fernöstlichen Gong und dem maltesischen Summlöcherstein finden sich an den Stehtischen um den kleinen Taufbrunnen nach und nach die geladenen Taufgäste ein: die Vertreter*innen der Sponsoren (Bethanien-Höfe, Stiftung Anscharhöhe, ELIM Seniorenzentrum, Zinnendorf Stiftung, Hamburgische Brücke und die St. Martinus Gemeinde und Bethanien-Kirche), die ehrenamtlichen Rikscha-Pilot*innen und die Organisatoren des bewegenden Projektes. Die dreirädrige Rikscha Luise glänzt unterdessen still vor sich hin. Sie kommt gerade von ihrer ersten Inspektion. Hat schließlich schon 80 Fahrten und fast 750 km hinter sich. Mein Rikscha-Piloten-Kollege Markus hat sie pfützenspritzerfrei von ihrem Heimathafen, der Remise der Hamburgischen Brücke, hierher gesteuert. Er wird im Anschluss an die Taufe eine videobegleitete Jubiläumsausfahrt mit einem Fahrgast aus dem Carl-Ninck-Haus machen.

Kurz nach 13 Uhr begrüßt Elisabeth Kammer herzlich alle Gäste und hält zum letzten Mal ihre erste selbstgeschriebene Rede, laut Selbstaussage. Ihre Stimme duelliert sich anfänglich mit Flugzeuglärm von Oben und dem lauten Gezwitscher eines Stares in der Nähe. Doch langfristig gewinnt sie. In ihre Rede eingebettet beschreibt meine Rikscha-Piloten-Kollegin Edith, die mit Abstand bisher die meisten Fahrten unternommen hat, welche positiven Auswirkungen die Rikscha-Fahrten auf die Passagiere, auf die Passanten und auf die Rikscha-Piloten selbst haben. Die erste selbstgeschriebene und zum letzten Mal gehaltene Rede von Elisabeth Kammer ist so gut gelungen, dass der zweite Redner, Klaus Kolb, der Ideengeber dieses Projektes, nichts mehr hinzuzufügen hat. Überraschend überreicht er ihr, der Projektverantwortlichen, zum Dankeschön einen Strauß Blumen. Es folgt der Tauf-Höhepunkt.


Beginnen darf Veit Buttler, Pfarrer der St. Martinus Gemeinde, der an der Rikscha stehend, seine Segnungsworte spricht. Er selbst ist engagierter Rikscha-Pilot und so etwas wie der technische Allround-Betreuer der Rikscha Luise. Er war es, der die Probefahrten mit uns zukünftigen Rikscha-Piloten damals durchführte. Mit vollem Körpereinsatz, wie er einmal erwähnte. Ein kommunikativer Kümmerer. Sein Segen im Wortlaut:

Wünsche für Luise

Bevor es wieder losgeht und nun auch offiziell,

noch ein paar gute Wünsche

und vor allem den Segen

für eine allseits gute Fahrt.

Wir wünschen Luise und denen die mitfahren:

Immer und überall festen Boden unter den Rädern,

helle und warme Sonnentage,

den Geschmack von Freiheit, die grenzenlos ist,

schmeichelnden Fahrtwind im Rücken

und durch die Haare.

Schöne Wege und Routen

durch das Viertel und die umgebende Natur,

zwitschernde Vögel und summende Bienen

am Wegesrand.

Wenn es mal spät wird, dass Leuchten der Sterne

und das Mondlicht vom Himmel herab.

Fahrerinnen und Fahrer mit Geschick und Augenmaß.

Beifahrerinnen und Beifahrer mit Freude und Spaß

am Ungewohnten und etwas Mut zum Abenteuer,

Volle Ladung – auch für die Batterie.

Ausreichend Luft in allen Rädern

Bremsen, die nie versagen,

Respektvolle Verkehrsteilnehmer,

Sicherheit auf den Straßen und im Gelände,

freundliche Menschen unterwegs und am Ziel,

Menschen, die aufgeschlossen und zugewandt sind.

Sicheren Schutz vor Unfall und Gefahr

und Gottes Segen, der mitfährt,

schneller als Luise selbst, immer und überall

und immer vorne weg.

Und sowieso alles Gute für Mensch und Gefährt.

Bleib standhaft auf deinen Rädern!

Als Zweiter segnet Uwe Onnen, Pastor der Bethanien-Kirche und Seelsorger in den Bethanien Höfen, die Rikscha Luise.

Er holt zusätzlich einen permanenten Rikscha-Mitfahrer an Bord – den heiligen Christophorus. Keine Angst, die Maximallast (150 kg) der Rikscha wird dadurch nicht überschritten, denn der Schutzpatron der Reisenden wird in Form einer kleinen Plakette an der Rikscha angebracht und soll für „Gute Fahrt“ sorgen. Wunderbar!

 

Zum Ende der Tauf-Zeremonie tauschen alle Anwesenden ihre bisherigen Erfahrungen zum Projekt aus und widmen sich dem kleinen und feinen Buffet von Carina del Bretto, die das kleine Café Coffee und More auf der Anscharhöhe führt. Und die Sozialstation Eppendorf sorgt vor und spendiert den Rikscha-Pilot*innen ein Körbchen mit süßer Bordverpflegung als Energieschübe für zukünftige Fahrten. Herzlichen Dank dafür!   Mein Rikscha-Piloten-Kollege Markus lädt schnell seinen eigenen Akku auf und schwingt sich dann auf die gesegnete Rikscha. Mit dem vorfreudigen Fahrgast, Peer Massa, aus dem Carl-Ninck-Haus vor sich sitzend und dem Videofilmer Martin Steimann auf dem Begleitrad hinter sich, radelt er davon. Gute Fahrt auf allen Wegen – Rikscha Luise dankt für den Segen!

Vom Taufzeugen Christian Altstaedt