Wir fordern: Tempo 30 in der Martinistraße!

Seit 2017 gilt, dass in Straßenabschnitten vor Schulen, Kitas, Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern die Geschwindigkeit auf 30 begrenzt werden kann. In der Martinistraße werden alle diese Bedingungen erfüllt: Das neue Zentrum für Wohnen, Soziales und Kultur “martini44“ wird auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses Bethanien Anfang Mai eröffnet. Die Hamburgische Brücke wird dort u.a. eine Tagespflege und eine ambulant betreute Wohn-Pflege-Gemeinschaft betreiben. Außerdem liegen die Bethanien-Höfe mit dem Pflegeheim und Seniorenwohnanlage genau gegenüber von martini44. Ein paar Meter weiter, an der Ecke Martinistraße/Frickestraße, befindet sich auch noch die neue Kinderklinik vom Universitätskrankenhaus Eppendorf.

Wir von martini·erleben fordern seit langem: Tempo 30 in der Martinistraße! Leider hat uns nun die Zentrale Straßenverkehrsbehörde, aufgrund der Einschränkungen für den Busverkehr, eine Absage erteilt.

Um unserer Forderung weiterhin öffentlich Nachdruck zu verleihen, wollen wir am 1. Mai, dem Tag der Eröffnung des Zentrums martini44, unsere selbstgemalten Zone-30-Plakate entlang der Straße aufstellen. Ebenso werden an diesem Tag Unterschriftenlisten ausliegen, die dann an die zuständigen Behörden übermittelt werden.

Gemeinsam mit den Bewohner*innen und Nachbar-Institutionen aus dem Quartier wollen wir diese Forderung nach mehr Lebensqualität und Sicherheit durchsetzen. Mit an Bord sind die Bethanien-Höfe, die ev. methodistische Kirche Eppendorf und St. Martinus Eppendorf. Auch die umliegenden Schulen werden sich mit einer eigenen Aktion beteiligen: Denn das Bildungsnetzwerk Eppendorf hat beschlossen, bei der Tempo 30-Aktion mitzumachen. Die Stadtteilschule und die Kita Martinistraße wollen selbst Plakate gestalten und an ihre Zäune hängen. Vielleicht gibt es auch noch eine Demo kurz vor den Sommerferien unter dem Motto “Dienstag für 30”.

Hier einige Impressionen vom Schilder-Malworkshop unter Anleitung von Irm Wundenberg:

 

Text: Dominique Bonsack /Larissa Rode
Fotos: Irm Wundenberg / Sabine Podolsky

Neue Bänke für die Frickestraße

Vor kurzem wurden in der Frickestraße in Kooperation mit dem Bezirksamt Nord drei neue Bänke aufgestellt. Langlebig und formschön – mit dem Rücken zur Fahrbahn und seniorengerecht. Eigentlich eine gute Sache.

Nach wiederholten Eingaben an den Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude und einer Begehung zur Sondierung der Lage von einem Jahr wurden also die drei einladenden Bänke aus hellem Holz installiert. Dafür sind Parkplätze aufgelöst worden.

Die Bänke sollten ein Hort der Ruhe, Erholung und Pause sein, aber auch als Treffpunkt dienen, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. Wäre da nicht die geplante Großbaustelle auf dem Gelände des UKE.

Der erste Teil der Frickestraße, der gesäumt ist mit Stiftswohnungen für alte Menschen und einem Pflegeheim wird zur Baustellenzufahrt für die Neubauten des Zukunftsplans UKE 2050. Ab dem Sommer diesen Jahres werden für mehrere Monate an die 110 LKWs und Baufahrzeuge (insgesamt 220 Fahrten, denn die Fahrzeuge müssen ja auch wieder runter von dem Gelände) täglich durch die Frickestraße brettern. Es fahren jetzt schon täglich mehr als 3000 Autos durch diese Wohnstraße.  Die Anzahl der LKWs die durch die Frickestraße fahren, wird sich zwar reduzieren, aber die Anwohner*innen müssen bis mindestens 2023 mit dem Lärm und Feinstaub von der Straße und Baustelle leben. Ein entspanntes Verweilen auf den Bänken wird somit leider nicht möglich sein.

***
Text: Larissa Rode / Elisabeth Kammer
Fotos: K.-D. von Krug / Elisabeth Kammer